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Fachgebiete

Plastikchirurgie



Gesichtverjüngung mit Radiofrequenztherapie


Diese Intervention wird mit einem Apparat der hohen Radiofrequenz – 4MHz durchgeführt. Sie beruht auf der Eigenschaft der Radiowellen, während des Durchdringens in die Haut und das Hautgewebe Energie in Wärme infolge des Gewebewiederstands umzuwandeln, wobei das Gewebe selbst und die verwendeten Elektroden kalt bleiben.

Wie wirkt es?

Bei seinem Durchgang durch die Hautschichten bewirkt der Radiowellenstrahl seinen Effekt ausschließlich auf Kollagen- und elastische Fasern im Dermis, deren erste Reaktion eine intensive Kontraktion ist, die den unmittelbaren Effekt nach dem Verfahren erklärt. Der wahre Effekt beruht jedoch auf der Relaxation dieser Fasern (nach 7 Tagen) mit einer gleichzeitigen Expression der Gene in den für die intensive Synthese von Kollagen- und elastischen Fasern im behandelten Bereich verantwortlichen Fibroblasten.

Durchführungsweise:

Die Intervention erfordert keine Betäubung der behandelten Region und wird ambulant durchgeführt, und das heißt, dass der Patient gleich nach der Behandlung die Klinik verlassen und alltäglichen Aktivitäten wieder aufnehmen darf. Die Intervention wird mit speziellen Elektroden des Durchmessers 5, 10, 15 und 20 mm durchgeführt. Zum Schutz der oberen Hautschichten ist vor der Intervention die Auftragung eines Spezial-Gels notwendig. Die leichte Rötung der behandelten Hautpartien hat einen vorübergehenden Charakter und hält wenige Stunden nach der Behandlung an. Hals- und Gesichtsbereich werden im Durchschnitt 30 Minuten behandelt. Die Intervention bedarf keiner Seriendurchführung. Es genügt einmal im Jahr bei jüngeren Personen, oder zwei bis drei Mal bei älteren Personen durchgeführt zu werden. Diese Technik mildert in bedeutendem Masse die Gesichtsalterungseffekte, und bei jungen Leuten beugt sie der Hautschlaffheit vor.

Kontraindikationen:

Sichtbare Hauterkrankungen, wobei ein Dermatologe zu konsultieren ist.



Lippenvergrößerung


Durch die Lippenvergrößerung wird ihre Fülle und frisches Aussehen erzielt. Lippen haben eine sehr mobile Struktur, weil sie aus weichem und elastischem Gewebe beschaffen sind. Dies darf keinesfalls durch eine Intervention beeinträchtigt werden, welche die Herstellung von harmonischen Verhältnissen der Gesichtszüge zum Ziel hat.

Vor der Operation:

Zu diesem Zweck werden unterschiedliche natürliche und synthetische Materialien verwendet. Jedes dieser Materialien hat eigene Vor- und Nachteile. Zu den natürlichen Materialien zählen Eigenfett, Hautdermis, Faszia oder überarbeitete Hautteile anderer Personen. Ihr Vorteil ist gute Verträglichkeit ohne allergische Reaktionen. Die Ergebnisse sind oft unvorhersehbar. Weil der Körper diese Materialien mit der Zeit abbaut, kann der Effekt vorübergehend sein, und Bedarf nach wiederholten Verfahren bestehen. Synthetische Materialien sind in gelatinöser oder fester Form zugänglich. Manchmal rufen sie allergische Reaktionen und eine unverträglichkeitsbedingte Abstoßung hervor. Neigung zu Allergien kann ein Hindernis für die Anwendung dieser Materialien sein.

Die Operation:

Die Operation wird in Lokalbetäubung durchgeführt. Die Dauer hängt von der Materialiennatur ab. Bei der Verwendung von Eigenfett wird es vorher von bestimmten Körperregionen geholt und nach Vorbereitung durch kleine Schnitte in den Mundwinkeln in die Lippen eingeführt. Die synthetischen Materialien bedürfen keiner vorherigen Vorbereitung.

Nach der Operation:

Die Intervention wird ambulant durchgeführt, und daher ist kein längerer Aufenthalt in der Klinik notwendig. Die Lippen sind mäßig angeschwollen. Während der ersten Tage nach der Behandlung wird die Anwendung von kalten Kompressen empfohlen um die Schwellungen gering zu halten. Die Schwellung wird langsam innerhalb 5-7 Tagen aufgelöst. Es besteht ein Risiko vor Lippenasymetrie, Narbenbildung und Gefühländerung. Manchmal sind die verwendeten synthetischen Materialien als kleine Knoten abzutasten, wenn man die Lippe zwischen den Finger presst. Bei einer übermäßigen Körperresorbtion der natürlichen Materialien kann die Operation wiederholt werden.



Smartlipo


Arbeitsprinzip:

SmartLipo ist ein kurzwelliges Nd:YAG System, das zur Laserliposkulptur (mit Laser unterstütze Liposkulptur) verwendet wird. In der klassischen Liposkulptur oder Liposuktion wird üblicherweise eine Kanüle zur Aspiration des überschüssigen Fetts in das Unterhautgewebe eingeführt. Durch die an eine Vakuumpumpe angeschlossene Kanüle werden Fettzellen aus dem Unterhautgewebe entfernt.

Interstitielle Laserlipolyse wurde 1999 als Hilfsverfahren zu den Liposkulpturtechniken eingeführt. Sie ermöglicht die Reduzierung von lokalisierten Fettdepots mit der durch Laserwirkung resultierenden Fettgewebedestruktion. Das Nd:YAG Lasersystem hat eine spezifische Wellenlänge, die zur Zerreißung der Fettzellmembrane (Adipoziten) führt und sie dabei in eine Ölstruktur umwandelt, die sofort in natürlichem Wege resorbiert und entfernt wird. (Ein genauer Name wäre Laseradipozitolyse).

Am Ende der Behandlung wird das Fettgewebe kompakter, besser geformt und mit weniger Unebenheiten. Seine Form wird von Tag zu Tag besser, und binnen 20-30 Tage bekommt man ein stabiles Ergebnis. Es wird sogar geschätzt, dass die Erholungsperiode und unerwünschte Nebenwirkungen (blauen Flecken, Schwellungen, Blutung) um 50% im Vergleich zur klassischen Liposuktion reduziert werden. Darüberhinaus ist eine leichte Aspiration des Endproduktes der Laserstrahlung möglich durch eine Kanüle des Durchmessers 3mm und unter einem im Vergleich zur Standardliposuktion niedrigerem Druck, wodurch die Gewebebeschädigung reduziert wird. Das ist besser als Lipolyse in situ zu hinterlassen, weil dadurch das Ergebnis nicht vom Stoffwechsel des Patienten abhängig ist und die Endeffekte schneller erzielt werden.

Mit einer interstitiellen Laserlipolyse ist es möglich, alle und an jedem Körperbereich befindlichen Fettdepotsformen zu behandeln, wobei auch regelrechte Konturen der unebenen und durch Zellulit veränderten Ebenen hergestellt werden. SmartLipo und Laserlipolyse bieten zahlreiche Vorteile an wie folgt:
  • geringeres Trauma
  • die Möglichkeit das Verfahren ambulant durchzuführen
  • weniger invasive Methode
  • gekürzte Erholungszeit und weniger Bandage
  • gleichzeitige Koagulation der Blutgefäße mit weniger Blutverlust
  • die Möglichkeit, auf Wunsch des Patienten die Entfernung des mit Laser behandelten Fetts zu vermeiden
  • gleichzeitige Dekontamination der behandelten Region dank dem sterilisierenden Effekt der Laserstrahlen
  • die Möglichkeit, die bisher für die Standardliposuktion ungeeigneten Bereiche wie Gesicht, Oberarm, oberer Bauchteil, Knie, zu behandeln.

In der nachstehenden Tabelle sind die wichtigsten Eigenschaften von SmartLipo dargestellt:

Technische Eigenschaften von SmartLipo:
Lasertyp gepulst Nd:YAG
Wellenlänge 1064 nm
Pulsenergie (Wellenenergie) bis 150mJ
Pulsdauer bis 200 Mikosekunden
Frequenz bis 40Hz
Fokusierender (zielender) Strahl HeNe laser 1mW (632.8nm)
Kühlung Luftkühlung
Stromversorgung 230V Einzelfase, 50/60 Hz, 4A max
Kontrollpanel Color Touch Bildschirm LCD
Größe und Gewicht 68cm (H), 65cm (D), 23cm (W), 38kg


Anwendungsbereich

SmartLipo ist zur Zerstörung bis zu 250 ml des Fettinhaltes in einer Behandlung indiziert. Für größeren Volumen bis zu 500 ml sind wiederholte Behandlungen oder eine leichte Aspiration von Lysaten indiziert. Bei Volumen über 500 ml ist eine Kombination von SmartLipo und Standardliposuktion empfohlen. Lipolyse kann an allen Körperbereichen angewendet werden.

Technik:

Die Anwendung von SmartLipo umfasst die folgenden Schritte:
  • Markierung der zu behandelnden Region
  • Einführung der Betäubungslösung in die zu behandelnde Region durch kleine Öffnungen in der Haut
  • Laseremission mittels einer dünnen Kanüle mit Optikfaser, wobei dieselben kleinen Öffnungen in der Haut benutzt werden. Für jede zu behandelnde Region gibt es eine für die Wirkung empfohlene Energiemenge. Von uns wird das durch die genaue Verwendung bekannter Parameter (Frequenz, Dauer, Energie) kontrolliert.
  • Postoperative Pflege

Die empfohlenen Dauer der Laseremission sind die folgenden:

Gesamte
Energie (J)
Behandlungsdauer (min)
(settings: 150mJ, 40Hz)
Behandlungsdauer (min)
(setting:150mJ; 20Hz)
Gluteus 5040 J 14 min 28 min
Arm 4320 J 12 min 24 min
Abdomen 2520 J 7 min 14 min
Kilote 3600 J 10 min 20 min
Knie 2880 J 8 min 18 min
Hals 1440 J 4 min 8 min


Postoperative Pflege:
  • Elastische Kompression: mäßige elastische Kompression (70 – 100 DIN) wird im Laufe 1-2 Wochen empfohlen. Abhängig von der behandelten Region werden Strümpfe, Korsetts, oder elastische Bandagen verwendet.
  • Kurzfristige Einnahme von Antibiotika mit einem breiten Spektrum
  • Lymphodrainage 7-12 Tage nach der Behandlung (manuelle oder Tri-Aktiv-Massage)
  • Eine aggressivere Massage (wie Typ LPG) ist vor Ablauf von 4-5 Wochen nicht anzuwenden.



Narbenkorrektur


Jede Beeinträchtigung der Hautganzheit hat eine Narbenbildung zur Folge. Sie entstehen unvermeidlich nach offenen Verletzungen, tiefen Verbrennungen, Hautentzündungen sowie chirurgischen Eingriffen. Narben können weniger oder mehr auffällig, mit oder ohne funktionale Folgen sein. Nicht alle Personen weisen dieselbe Neigung zur Narbenbildung auf. Es bestehen auch bestimmte Körperteile mit erhöhtem Risiko zur Bildung von auffälligen und groben Narben.

Vor der Operation:

Narbenkorrektur wird aus ästhetischen oder funktionellen Gründen vorgenommen. Man braucht zu wissen, dass es keine operative Technik gibt, mit der eine Narbe vollständig zum Verschwinden gebracht werden kann. Narben haben eine langdauernde Reifungsperiode von mehreren Monaten bis zu einem Jahr, so dass es notwendig ist, die Korrekturen bis zur Beendigung dieses Prozesses zu verschieben. Ausnahmsweise werden manche Narben aus funktionellen Gründen (auf den Augenlidern bei Verbrennungen, an den Fingerkrümmungen u. ä.) auch vor Ablauf dieser Periode behandelt. Falls die Neigung zur Keloidbildung vorhanden ist, ist ein Risiko vor Neubildung nach der Intervention trotz der Anwendung zusätzlicher Maßnahmen (Kortikosteroide - Salben und Injektionen, Druckverbände, Strahlung) immer anwesend.

Operation:

In der plastischen Chirurgie finden immer mehr Techniken zur Narbenkorrektur Anwendung. Das einfachste Verfahren ist die Narbenausschneidung und das darauf folgende Zusammenziehen der Wundränder. Diese Methode wird angewendet, wenn genügend umliegendes Gewebe vorhanden ist. Neulich ist ein selbstklebendes Spezialpflaster aus Silikongel im Gebrauch, mit dem die Wunde nach Fadenentfernung geschützt wird. Dieses Spezialpflaster wird 3 bis 6 Monate angewendet, hat aber keinen Effekt bei der Behandlung von alten Narben. Bei ungünstigem Narbenverlauf, der funktionelle Einschränkungen hervorruft, wird am häufigsten die sogenannte Z-Plastik angelegt, mit der der Narbenverlauf geändert und die Hautspannung gemildert wird.

In Fällen wo Narben durch den Gewebeverlust entstehen, liegt die fehlende Hautdeckung vor. Wahlweise kann die Deckung durch die Hauttransplantation derselben Person vorgenommen. Die Ergebnisse werden oft infolge der Pigmentänderung des Transplantats unbefriedigend. Ausgeprägter Hautverlust kann auch durch die Hautdehnungstechnik ersetzt werden. Das bedeutet Einführung eines Silikonballons in das gesunde Gewebe neben der Narbe. Der Ballon wird stufenweise durch die periodische Einfüllung mit der physiologischen Lösung vergrößert. Wenn die Haut in genügendem Maße ausgedehnt wird, wird der Ballon herausgenommen, die Narbe ausgeschnitten und mit ausgedehnter Haut ersetzt.

Nach der Operation:

Frische Narben sollten einige Monate nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Es werden unterschiedliche Präparate wie Salben oder Gels verwendet, um die Narben möglichst unauffällig zu machen. Ihr Effekt ist jedoch unzuverlässig.



Entfernung kleinerer Tumoren am Gesicht und Körper