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Lippen | Aufspritzen der lippen




Aufspritzen der lippen


Durch das Aufspritzen der Lippen wird ihre Fülle und frisches Aussehen erzielt. Die Lippen sind sehr bewegliche Strukturen, weil sie aus weichem und elastischen Gewebe gebildet sind. Das darf durch diesen Eingriff, der als Ziel die Herstellung der harmonischen Verhältnisse im Gesicht hat, nicht gestört werden.

VOR DER OPERATION:

Zu diesem Zweck werden verschiedene natürliche und synthetische Substanzen angewandt. Jede von ihnen hat eigene Vor- und Nachteile. Zu den natürlichen Materien gehören eigenes Fett, Hautderm, Faszie oder bearbeitete Hautteile anderer Personen. Ihr Vorteil ist gute Verträglichkeit ohne allergische Reaktionen. Die Ergebnisse sind oft unvorhersehbar. Wegen der Einsaugensmöglichkeit seitens des Körpers kann der Effekt im Laufe der Zeit vorübergehend sein, so dass der Bedarf nach einem wiederholten Eingriff entstehen kann. Die synthetischen Materien sind gelatineartig oder in fester Form erhältlich. Manchmal verursachen sie allergische Reaktionen und das Abstoßen wegen Unverträglichkeit. Die Veranlagung zu allergischen Reaktionen kann ein Hindernis für die Anwendung diverser Materialien sein.

DIE OPERATION:

Die Operation wird unter Lokalanästhesie durchgefürt. Die Daür hängt von der Natur des Materials ab. Bei der Benutzung von Eigenfett wird es vorher den bestimmten Körperregionen entnommen und nach der Vorbereitung durch kleine Einschnitte an den Lippenecken in die Lippen eingespritzt. Die synthetischen Materialen benötigen keine Vorbereitung.

NACH DER OPERATION:

Dieser Eingriff wird ambulant durchgeführt, so dass ein längerer Aufenthalt im Krankenhaus nicht nötig ist. Die Lippen sind mäßig geschwollen. Während der ersten Tage werden kühle Kompressen empfohlen, damit die Schwellung möglichst wenig ausgeprägt wird. Sie zieht sich allmählich nach fünf bis sieben Tagen zurück. Es besteht ein gewisses Risiko von Lippenasymmetrie, Narbenbildung und Sensibilitätsänderung. Manchmal sind verwendete synthetische Materialien als Knoten zu ertasten, wenn man die Lippen mit den Fingern drückt. Wenn der Körper Naturmaterialien übermässig einsaugt, kann die Operation wiederholt werden.


DIE BOTOXSPRITZEN

Im letzten Jahrzehnt haben die Botoxspritzen in vielen medizinischen Bereichen an Popularität gewonnen. Ihre Wirksamkeit und Zuverlässligkeit sind in alltäglicher Praxis bewiesen. In der plastischen Chirurgie finden sie Anwendung bei der Faltenreduktion im oberen Gesichtsteil, die als Folge des wiederholten Muskelnzusammenziehens beim Ausdrücken von gewissen Gefühlen (Überraschung, Zorn, Augenzucken) auftreten. Sie finden Anwendung bei jungen Personen mit frühen Alterserscheinungen oder bei jenen die für einen umfangreicheren chirurgischen Eingriff im Gesicht nicht geeignet sind. Sie werden auch erfolgreich mit chirurgischen Eingriffen kombiniert, damit bessere Ergebnisse erzielt werden.

Was beinhalten die Injektionen?
In den Spritzen befindet sich raffiniert verarbeitetes Gift, Typ A in Form weisslichen Pulvers des Bakterienstammes Clostridium Botulinum. Unmittelbar vor der Anwendung wird es mit der physiologischen Lösung gelöst. Auf dem Markt ist es unter dem Namen Botox oder Dysport erhältlich.

Wie wirkt die Injektion?
Das Gift blockiert die Signalübertragung von den Nervenzellen auf die Muskeln. Das verursacht vorübergehendes Schwächeln des übermäßigen Muskeleinschrumpfens, was zur Folge das Glätten von ausgeprägten Falten auf der Gesichtshaut hat. Die grösste Wirksamkeit zeigt sich in der Behandlung von waagerechten Falten an der Stirn und im Nasenwurzelbereich, senkrechten Falten im Stirnbereich zwischen den Augen, sowie Falten am unteren Augenlid im Backenbeinbereich. Nach der Anwendung wird die Haut der behandelnden Regionen glatter und straffer, und die Falten viel weniger ausgeprägt. Die Anwendung von Spritzen bei der Falten- und Furchenkorrektur in der unteren Gesichtshälfte ist noch immer ein Gegenstand der wissenschaftlichen Studien.

DIE PROZEDUR:

Eine Vornarkose ist nicht erforderlich. Die Spritznadel ist sehr dünn und der Stich verursacht keine großen Schmerzen. Nachdem der Patient die Muskeln im behandelnden Bereich gestrafft hat, werden entsprechende Applikationsstellen direkt am Muskel markiert. Die Wirkung der Spritze ist schon am ersten oder zweiten Tag bemerkbar. Die Wirkung daürt drei bis sechs Monate. Die Verbesserung ist nämlich vorübergehend und um die erwünschten Ergebnisse aufrecht zu erhalten, müssen die Spritzen wiederholt werden.

DIE KOMPLIKATIONEN:

Die Systemkomplikationen, die dieser Behandlung folgen, sind nicht registriert. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit allergischer Reaktionen. Die häufigsten Probleme sind mit der Applikationsstelle verbunden, zB. ein leichtes taubes Gefühl oder eine leichte Schwellung oder Blutergüsse, die einige Tage bemerkbar sind. Kopfschmerzen oder Übelkeit kommen selten vor und verschwinden gewöhnlich nach ein paar Stunden. Es besteht die Möglichkeit der Erschlaffung der Augenlider oder des erschwerten Zuckens, die vorübergehend sind und als Folge der Giftverbreitung in umliegende Strukturen oder nicht entsprechender Anwendung erscheinen. Die Langzeiteffekte der wiederholten Spritzen sowie irgendwelche Folgen auf die Schwangerschaft und das Stillen sind nicht bekannt.