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Hände | Dupuytren kontraktur




Dupuytren kontraktur


Sie erscheint als Unterhautverdickung auf der Handfläche in Form von harten Knoten oder Streifen, der sich von der Handfläche in Richtung Finger erstreckt und sie in eine verkrümmte Lage führt. So verkrümmte Finger können nicht nach Willen ausgestreckt werden. Der Prozess stammt von der Handfascie. Die Haut über der Verdickung kann mit ihr verbunden werden und wird dadurch wulstig und uneben. Die Verdickung der Fascie wächst nie mit den Blutgefäßen, Nerven und Sehnen zusammen. Die Erkrankungsursache ist nicht bekannt. Am häufigsten erscheint sie bei Männern über 5o. Es besteht eine Erb-veranlagung, und die Erkrankung erscheint öfters bei Epileptikern, Alkoholikern, Diabetikern und bei Kranken mit chronischen Erkrankungen. Selten erscheint sie bei Fraün. Die Erkrankung hängt nicht vom Beruf und Grad der Handbenutzung ab. Etwa bei einer Hälfte der Fälle werden beide Hände angegriffen. Die Kontraktur kann einen Finger, am häufigsten den Ringfinger, den kleinen Finger oder mehrere Finger angreifen.

VOR DER OPERATION:

Der Bedarf nach einer Operation besteht bei der fortgeschrittenen Fingerverkrümmung, die die alltäglichen Aktivitäten einschränkt. Die Progressivität der Krankheit ist nicht vorauszusehen. Wenn sie in jüngerem Lebensalter erscheint, hat sie einen intensiveren Charakter und neigt mehr zu wiederholter Erscheinung nach der Operation. Bei Erkrankungen, die lange andaürn, können die Finger fest verkrümmt in Richtung Handfläche sein, was zur Folge narbige Veränderungen an den Fingergelenken hat. Diese Veränderungen können die postoperative Ergebnisse wesentlich begrenzen. Vor der Operation sind eine Kontrolle des allgemeinen Gesundheitszustandes und Laboranalysen notwendig.

DIE OPERATION:

Die Operation wird im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose durchgeführt und daürt ein bis zwei Stunden. Die Fasziectomie ist ein operativer Eingriff, der die besten Ergebnisse erzielt. Durch übliche Schnitte auf der Haut wird ein Zugang zur verdickten Faszie geschafft, die sorgfälltig unter der Bewahrung von Blut-gefässen und Nerven, entfernt wird. Durch die Entfernung der Fascie wird die Kontraktur bekämpft und die Finger strecken sich aus. Vor dem Hautvernähen wird die Drainage gelegt. Die Hand wird mit einem weichen, elastischen Verband versehen.

NACH DER OPERATION:

Es ist nicht nötig länger als einen Tag im Krankenhaus zu bleiben. Die Drainage wird gewöhnlich am ersten Tag, und die Nähte nach zehn Tagen entfernt. Das Fingerbewegen ist schon am dritten Tag nach der Operation erwünscht. Die Rückkehr zur Arbeit hängt vom Heilungsprozess und Beruf ab und ist nach einem Monat zu erwarten. Die funktionellen Ergebnisse nach der Operation sind meistens gut und bleiben jahrelang. Die postoperativen Komplikationen sind Bildung von Hämatomen, verlangsamte Wundheilung, verlängerte Steifheit der Finger und Sensibilitätsänderungen.